Ob herkömmlicher Magnet oder Elektromagnet – beide Magnetarten sind inzwischen in unzähligen verschiedenen Haushaltsgeräten enthalten und erfüllen dort unterschiedliche Funktionen.

Nun ist es allerdings so, dass manche Ärzte und Naturheilkundler den Überfluss an Magneten in unseren Haushalten und in unserer gesamten Umgebung mit Skepsis sehen. Zwar konnte bis heute noch nicht schulmedizinisch nachgewiesen werden, dass Magnete eine störende Funktion auf den menschlichen Organismus haben, dennoch kann es nicht schaden, wenn Sie wissen, in welchen Haushaltsgeräten und alltäglichen Gegenständen Magnete verbaut sind. Hier eine Übersicht:

Lautsprecher

lautsprecher magnetGrundsätzlich gilt: Ein Lautsprecher funktioniert, indem die elektrisch zugeführte Energie in Bewegungsenergie umgewandelt wird, so dass damit Schallwellen ausgesendet werden können. Um diese Umwandlung zu gewährleisten, verfügt der Lautsprecher über mindestens einen Magneten, der in einer Membran sitzt und durch die elektrischen Signale angezogen oder abgestoßen wird. Dadurch beginnt die Membran schwingen und Töne können erzeugt werden. Es gilt also: Überall in unserer Umgebung und in unseren Haushalten, wo Lautsprecher vorhanden sind, werden auch Magnete verbaut. Dies gilt für die üblichen Lautsprecher in Stereoanlagen, aber auch für Fernsehgeräte, Radios, Kopfhörer, Telefone usw.

Kühlschränke, Gefriertruhen etc.

Damit Kühlgeräte wie Kühlschränke, Gefriertruhe etc. ihre Funktion erfüllen können, muss in ihrem Inneren ein spezielles Kühlmittel zirkulieren. Dieses Kühlmittel befindet sich in einem Kreislauf, der durch verschiedene Ventile und Thermostate gesteuert wird. Genau hier kommen Magnete als Schalterelemente zum Einsatz. Zudem verfügt jeder Kühlschrank über einen Elektromotor als Antrieb, der ebenfalls mit einem eingebauten Elektromagneten arbeitet. Die meisten Defekte in Kühlschränken und Gefriertruhe beruhen übrigens darauf, dass ein kleiner Magnetschalter nicht mehr öffnet und/oder schließt. Es ist also ein Teil mit Kosten im Centbereich, welches dafür sorgt, dass ganze Haushaltsgeräte weggeworfen werden müssen. Nur die wenigsten Handwerker reparieren heute noch solche kleinen Elemente.

Küchengeräte

Ob Mikrowelle, Küchenmaschine, Mixer, Kaffeemaschine oder Herd – all diese Geräte arbeiten ebenfalls mit Elektromotoren bzw. unter Zuhilfenahme elektrischer Energie und enthalten somit Magnete. Sie dienen – genau im Kühlschrank oder der Gefriertruhe – zum einen als grundlegendes Element im Antriebsmotor, andererseits werden Magnete auch für Schalter bzw. Relais verwendet, um die entsprechenden Stromkreise steuern zu können.

Klingeln und Türöffner

Auch die Türklingel arbeitet heute fast immer mit einem Elektromotor und ist somit mit einem Magnet versehen. Oftmals kommt ein zusätzlicher Magnet im verbauten Lautsprecher zum Einsatz, der das entsprechende Signal bei Betätigung der Klingel produziert. Ähnliches gilt für den Türöffner. Hierbei handelt es sich um einen – im Vergleich zum Stromkreis – größeren elektromagnetischen Schalter. Wird der Türöffner betätigt, unterbricht der Schalter die magnetische Kraft, wodurch die Tür geöffnet werden kann. Bei unbetätigtem Schalter wiederum wird die Tür geschlossen gehalten.

Waschmaschinen, Wäschetrockner etc.

Bei Waschmaschinen und Wäschetrocknern ist das zentrale Element der Elektromotor. Er sorgt dafür, dass sich die Trommel drehen kann und somit das Gerät ordnungsgemäß funktioniert. Zusätzlich enthalten Wäschetrockner und Waschmaschinen auch noch ein Heizelement, das ebenfalls elektronisch betrieben wird und zur Steuerung meist einen oder mehrere Magnete enthält. Kleinere Magnete kommen zudem in den elektronischen Steuergeräten sowie im Mechanismus für das Schließen und Öffnen der Tür von Waschmaschinen und Wäschetrocknern zum Einsatz. Es handelt sich hierbei also um Relais bzw. Magnetschalter, welche die gewünschte Funktion gewährleisten.

Kinderspielzeuge

magnete im babyphoneViele halten es nicht für möglich, doch selbst Kinderspielzeug verfügen oftmals über eingebaute Magneten. Das fängt schon beim Spielzeug für die Kleinsten an. Mobiles zum Aufziehen, Klangspiele usw. verfügen fast immer über einen Lautsprecher und somit auch über eingebaute Magnete. Später kommen dann allerlei elektronische Spiele zum Einsatz, also solche mit einem eingebauten Elektromotor, wodurch ebenfalls Magnete verbaut werden. Nicht zu vergessen: das bekannte Babyfon, also ein Gerät zum Überwachen unseres Babys, wenn wir einmal nicht in der Nähe sind. Auch hier ist sowohl ein Mikrofon als auch ein Lautsprecher eingebaut, somit finden wir dort mindestens zwei Magnete vor.

Musikinstrumente

Sofern es nicht die altertümliche, akustische Gitarre oder die Blockflöte ist, finden sich auch in Musikinstrumenten fast immer Magnete. So zum Beispiel in Keyboards, elektronischen Gitarren und sogar in Schlagzeugen, wo sie als Verstärker eingesetzt werden.

Lampen

Wer nicht mit Kerzen oder alten Karbitlampen heizt (und wer tut das heute noch?), der wird auch in seinen Lampen und Leuchten zuhause entsprechende Magneten vorfinden. Sie dienen insbesondere als Schaltelement, um die Lampe ein- und auszuschalten. Zudem kommen in modernen LED- und Energiesparleuchten weitere Magnete zum Einsatz.

Telefone

magnete in telefonenEin Telefon, egal ob stationär oder mobil, enthält gleich eine Vielzahl von unterschiedlich großen Magneten. Dazu muss man wissen: In einem Telefon ist sowohl ein Lautsprecher als auch ein Mikrofon eingebaut, außerdem enthält das Gerät gleich mehrere Steuerstromkreise, die oftmals ebenfalls mit Magneten ausgerüstet sind. Ist zudem noch ein Anrufbeantworter verbaut, erhöht sich die Anzahl der eingebauten Magnete nochmals. Es gibt also kaum ein anderes Gerät, in dem so viele Magnete verbaut sind wie in einem handlichen Telefon. Dies gilt übrigens auch für unsere Smartphones, die wir im Alltag nicht mehr missen möchten. Wenn nun Sorge hat, mit so viel magnetischer Strahlung durch den Einsatz seines Telefons belastet zu werden, der sollte bereits beim Kauf darauf achten, ein als „strahlungsarm“ ausgezeichnetes Modell zu wählen. Diese strahlungsarmen Telefone gibt es mittlerweile sowohl als herkömmliche Schnurlosmodelle für den Haushalt als auch in Form von Mobiltelefonen.

Heizungsanlagen

Egal, ob Gasheizung, Ölheizung oder Elektroheizung – in fast allen Formen einer Heizungsanlage kommen Magnete für vielfältige Funktionen zum Einsatz. In besonders großer Zahl sind diese in Elektroheizungen vorzufinden. Dies mag auch der Grund sein, warum manche Experten eine herkömmliche Öl- oder Gasheizung der Elektroheizung vorziehen. Und sogar Systeme wie beispielsweise Wärmepumpen zur Nutzung von Erdwärme benötigten Magnete, um die entsprechenden Steuerkreise schalten zu können.

Fazit: Kein Haushalt kommt heute ohne den Einsatz einer großen Zahl von Magneten aus!

Normalerweise bekommen wir sie nicht zu Gesicht, doch sie begleiten uns überall in unserem Alltag – die Magnete. Gerade in Haushalts- und Elektrogeräten finden wir sie überall vor, z. B. in der Waschmaschine, dem TV-Gerät oder der Lampe an der Decke. Müssen wir uns deshalb Sorgen machen? Experten verneinen zum größten Teil. Schließlich befinden wir uns auf unserer Erde sowieso schon in einem riesengroßen Magnetfeld, warum sollten also die kleinen Magnete in unserem Zuhause irgendeine schädliche Wirkung auf unsere Gesundheit haben? Zudem werden immer mehr Geräte auf eine digitale Technik umgerüstet, so dass langfristig der Einsatz von Magneten in Haushaltsgeräten zurückgehen wird.